Dieser Blog ist wie unser Bürogarten, alles wächst durcheinander.
Schnellblüher, Immergrünes, ein paar edle Rosen, Vergissmeinnicht, fette Henne – und ärgerlicher Girsch.
Wir schreiben auf, was uns über den Weg läuft, uns erfreut, beschäftigt, nervt, wir witzig finden.


11. Oktober 2019

Duftreisen

Seine Frau hat er zwischen Himmel und Erde kennen gelernt, in einem Lift in Paris. Mittlerweile schwebt der Ire John Molloy auch im Alltag – auf dem fliegenden Duftteppich seiner Memo Parfums (http://us.memoparis.com/en/). In jedem Flakon stecken Erinnerungen an Reisen, die er mit seiner Frau Clara erlebt hat. Carolin war hin und weg von „Inlé“. Die Stadt in Burma gibt der Komposition aus „Osmathus
in einer Wolke aus Tee“ ihren Namen. Gleich nach dem inspirierenden Event googelte Susanne den Ort „Tamarindo“ in Costa Rica, weil sie dem Duft aus Ananasblüte, Vanille, Kardamon und Bergamotte
folgen möchte (https://www.ausliebezumduft.de/duefte/memo.html). Die Kreativität der Molloys ist berauschend: Die Duftkerzen senden Signale aus feinsten Porzellantassen zum „Tea for Two“,
gekaufte Flakons werden in ein bunt bedrucktes Tuch gehüllt… Für einige Parfums hat John Malloy eine ungewöhnliche Testmethode entwickelt: Sie werden als Tattoo auf die Haut aufgebracht und verströmen
ihre Aromen fast eine Woche lang.

Fotos: Faust & Lockstein

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20. Juni 2019

Von Susanne Faust

Pretty Flamingo

Gestern ist ein Flamingo in unser Büro eingezogen – und färbt den Joballtag rosarot. Carolin meinte:
„Er ist das Beste an dieser ganzen Scheißwoche.“ Der lustige Vogel ist mit mir auf dem Rad vom Abend-Event „Visit Florida“ nach Hause gefahren, weil ich ihn PR-Manager Manuel Kalleder von LMG aus dem Kreuz geleiert habe (https://www.lmg-management.de). Es gab nämlich nach traumhaften Bildern und Erzählungen über die Destination eine Verlosung: 2 Wochen Florida für 2 Personen „mit alles“ (Glückwunsch an die Kollegin von Couch). Für eine Sekunde dachte ich, meinen Namen gehört zu haben und riss schon die Arme hoch. Damit diese Geste nicht ganz umsonst war, brauchte ich dringend einen Flamingo aus der Deko. „Nimm mit“, sagte Manuel sofort – und ich zog selig mit meinem würdigen Trostpreis ab, der meine Gedanken
jetzt täglich nach Florida reisen lässt. Übrigens: Der neue Freund braucht nur drei kleine Batterien, um rosa zu leuchten. Seine lebendigen Kollegen müssen gegen das Verblassen jede Menge Algen fressen, die das Carotinoid Astaxanthin enthalten.

Foto: Susanne Faust

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12. und 13. Juni 2019

Einfach jünger werden

Wir werden täglich jünger. Das haben wir am Rande der Publisher Business Conference (PBC)
in Hamburg erfahren. Das, was wir in der vergangenen Zeit für einen Nachteil unseres Jobs hielten, scheint in Wirklichkeit ein Vorteil zu sein. Als Journalistinnen müssen wir uns ständig neu erfinden. Das ist
anstrengend, aber: Veränderungen halten das Gehirn beweglich und das Leben bleibt am Puls der Zeit. Zum Glück können wir aber weiter auf unser Lieblingspferd Print setzen. Da ist sich der Kollege Oliver Wurm sicher, dessen Vortrag eine echte Show war – und wirklich inspirierend (http://oliverwurm.de). Der Journalist und Self-Publisher ist als Junge nicht vom 10-Meter-Brett gesprungen, bereut seinen Rückzug über
die Leiter bis heute und hat sich geschworen: „Ich springe jetzt immer, auch ins kalte Wasser.“ Jeder Idee gibt er eine Chance. In einer schlaflosen Nacht im Hotel griff er in seiner Not zum Neuen Testament
in der Nachttischschublade und stellte fest: Johannes Gutenberg konnte nicht layouten. Wurm kannte jemanden, der es kann und so entstand „Das Neue Testament als Magazin“. Lesbar. Sein jüngster
Scoop „Das Grundgesetz als Magazin“ hält sich rechtschaffen in den Kiosken. Weil auch er sich so unverschämt gut verkaufte, lies PBC-Gründer und Organisator Michael Siegler
(https://publisher-business-conference.de) ihn überziehen. Stefan Ottlitz, Leiter der Produktentwicklung beim Spiegel, bot den perfekten Anschluss mit seiner Analyse, wie Medienschaffende sich
weiterentwickeln können. Wir mochten auch den selbstironischen Martin Schulz in der Diskussion mit dem Politikchef Stefan Schmitz vom Stern. Der von der öffentlichen Meinung nicht zimperlich behandelte
Politiker gab Fehler in der Kommunikation mit den Wählern zu und formulierte die Konsequenz: „Das ist jetzt kein Problem mehr, mittlerweile können wir ja jeden Wähler persönlich ansprechen...“

Fotos: Susanne Faust, Carolin Lockstein

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29. Mai 2019

Amanda trifft immer den richtigen Ton

Die Kosmetikmarke PIXI kann happy sein, dass sie eine Botschafterin wie Amanda Bell hat. Ihr britischer Humor ist so erfrischend wie die neue Vitamin C-Gesichtspflege mit Grapefruit-Duft (www.pixibeauty.com). Eigentlich schminkt Amanda nur Models. Heute zeigte sie uns Tricks, wie jede Frau mit wenigen Pinselstrichen so aussehen kann, als hätte sie traumhaft geschlafen und danach Stunden vor dem Spiegel verbracht. Susanne hätte nie gedacht, dass ein rötlicher Kupferton am unteren Wimpernrand ihre grünen Augen leuchten lässt – und nicht an ein trauriges Kaninchen erinnert.

Fotos: Susanne Faust, Carolin Lockstein

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27. Mai 2019

Lovely Lunch

IsaDora entstand 1983 nach nächtlichen Diskussionen an einem Küchentisch in Malmö. Dank ihrer
Eltern, Ingrid und Ingvar, ist die Kosmetikmarke in Schweden so bekannt wie das Billy-Regal. Alle zwei Monate kommen neue Farben: Lippenstifte, Nagellacke, Lidschatten, Kajalstifte, Rouge und Co. berauschen mittlerweile Frauen in mehr als 40 Ländern. Den Herbst-Look testeten wir heute in Hensslers Küche, die mit viel Liebe von PR-Frau Stefanie Flötgen (https://pr-sf.de) dekoriert war. Die Farben konkurrierten
mit den Pfingstrosen und der schwedische Make-up Artist Martin entließ uns alle mit einem Glow in die zweite Tageshälfte.

Fotos: Susanne Faust, Carolin Lockstein

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24. Mai 2019

Was ist eigentlich los auf Wolke Sieben?

Wir fliegen gleich ins sonnige Wochenende und sind auf Wolke Sieben. Wieso eigentlich ausgerechnet auf
der siebten? Eine mögliche Antwort darauf steht im zweiten Brief des Paulus an die Korinther: Demnach ist der Himmel aus verschiedenen Schichten aufgebaut. Und ganz oben, eben in der siebten Himmelsetage,
soll Gott mit den Engeln leben. Lange Zeit war der siebte Himmel international das höchste der Gefühle. Bis die Amerikaner, na klar, in höhere Gefilde aufstiegen. Dort bewegen sich die Glücklichen auf „Cloud Nine". Manche vermuten, der Aufstieg habe etwas mit der Einteilung von Wolken durch das amerikanische Wetterinstitut in zehn Kategorien zu tun: Wolken der Kategorie 9 sind Kumulonimbuswolken, die bis in höchste Höhen der Atmosphäre reichen können. Aber uns ist die Luft da zu dünn...

Foto: Susanne Faust

16. Mai 2019

Johnny BEE Good

Unser Garten sieht wild aus, bewusst. Stadtvögel zwitschern zwar lauter als Waldvögel, um den Verkehr zu übertönen, trotzdem ist es tierisch leise geworden. Vor der Bürotür torkeln weniger Bienen von Blüte
zu Blüte und es haben sich auch schon mal mehr Fliegen – und Spinnen – ins Büro verirrt. Wir wollen den Flugverkehr erhöhen und nutzen die nächste Regenpause, um bienenfreundliche Samenmischungen auszusäen (danke Christiane Hupfeld von Kevin Murphy, www.belludio.de). Wir hoffen, dass unser
kleiner Garten bald noch wilder wird.

Fotos: Faust & Lockstein

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08. Mai 2019

Von Susanne Faust

Die richtige Dosis

Was hört jeder am liebsten? Genau, seinen Namen. Ich habe jetzt ein Serum, auf dem Susanne steht – und
im Bad gibt’s kein Vertun mehr. Es wurde nach einer dermatologischen Analyse auf meine Haut abgestimmt. Die Alchemie kommt aus einem Automaten: Eine für die Apothekenmarke SkinCeuticals (www.skinceuticals.de ) entwickelte Zentrifuge komponiert das individuelle Serum aus bis zu zwölf Aktivstoffen. Im Moment steht das einzige Gerät im Frankfurter Beauty-Institut Bellari (https://www.bellari.de), wo die Neuheit vorgestellt wurde. Ab September mischen ausgewählte dermatologische Praxen das persönliche Serum Custom D.O.S.E für alle, die ihre Haut maßgeschneidert pflegen möchten. Zum Serum habe ich jetzt auch eine zauberhafte Zeichnung von mir. Innerhalb weniger Minuten hat mich die bekannte Illustratorin Kera Till (http://keratill.com) skizziert. Sonst setzt sie ihre filigranen Striche eigentlich nur für Mode- und Beautymarken wie Hermès, Ladurée, Lancôme und Magazine wie die Vogue an. Vielleicht sehe ich, wenn das Fläschchen leer ist, ja wirklich so aus... 

Fotos: Susanne Faust, Illustration: Kera Till

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07. Mai 2019

Nichts für Lebensmüde

Das Leben ist schön. Besonders bei blauem Himmel mit einem Cocktail auf der Terrasse der Owner's Suite des Hamburger Westin Hotels. Cheers! Wer kommt da schon auf dumme Gedanken? Unglücksfälle in Hotels sind beim Presse-Event von Lili Lorenz PR (www.lililorenz-pr.de) neben den Mundduschen von Waterpik das Gesprächsthema: Whitney Houston, Uwe Barschel, Janis Joplin, Michael Hutchence, John Belushi, Coco Chanel, Oscar Wilde (seine letzten Worte sollen angeblich gewesen sein: „Entweder die scheußliche Tapete geht oder ich“)... Da das Bogenfenster auf der Terrasse rund 110 Meter über der Elbe immer geöffnet ist, möchte das Management vom Westin lieber auf Nummer Sicher gehen und lässt den zahlenden Gast eine Erklärung unterschreiben, dass er nicht beabsichtigt, sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Für alle, die wirklich lebensmüde sind, wirkt das Papier genauso abschreckend wie das Einreiseformular in die USA für Touristen - wer kreuzt da schon an, Waffen, Drogen oder ein Tier dabei zu haben? 

Foto: Carolin Lockstein

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18. April 2019

Duftnoten

Nichts lässt unsere Erinnerungen so lebendig werden wie Düfte und Musik. Ein paar Noten reichen und die Zeitreise der Gefühle beginnt. Die V-Monkeys, ein italienisches Geschwisterpaar aus Florenz, kreieren „Tickets to ride“. Sie lieben Musik, vertonen sie in Flakons – und haben dafür den einzig logischen Namen gewählt: Jusbox (https://www.jusboxperfumes.com/fragranze). Die Zutaten der Parfums erzählen die Geschichten von Musiklegenden. In Milliliter ist der Inhalt immer gleich: 78, das entspricht der Drehzahl der ersten Schallplatte. Der Verschluss ist, na klar, eine Scheibe aus Vinyl. Nach Kompositionen, die u.a. von Aretha Franklin, Kurt Cobain, Bob Marley und Pink Floyd inspiriert sind, legen Andrea und Chiara jetzt mit „Siren & Sailors“ eine neue Platte auf, die Amy Winehouse gewidmet ist. Ein berauschender Mix aus fruchtig-orientalischen Noten, abgerundet mit Rum und Whiskey. Ach, Amy, du fehlst uns...

Fotos: Susanne Faust

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11. April 2019

Von Carolin Lockstein

Falsch verbunden 

Gestern kam ein deutliches Signal aus GB - ein Glätteisen, das ab sofort auch kontinentales Haar in Schwung bringen soll. Das Test-Gerät erreichte uns quasi zeitgleich mit der Nachricht vom erneuten Brexit-Aufschub. Die Claims auf der Verpackung (nur auf Englisch) stimmten uns optimistisch für die Zukunft: extra langes Kabel (für mehr Bewegungsfreiheit vor dem Spiegel), variable Temperatur-Einstellung (auch für feines Haar), automatische Sicherheitsabschaltung nach 60 Minuten (für Vergessliche)... Und über eine App reißt die Verbindung zu dem mattschwarzen Tool sogar von unterwegs nicht ab (wofür auch immer…). Klar durfte es mit nach Hause - und heute Morgen zeigen, dass es mehr drauf hat als das alte Eisen. Dazu kam es nicht. Denn am Ende des 125 Inch langen Kabels hängt ein dreipoliger UK-Stecker, der Haare jenseits des Kanals leider vollkommen kalt lässt...

Foto: Carolin Lockstein

03. April 2019

Von Susanne Faust

Why not?

„Why not?“ gehört seit jeher zu meinen Standards auf Fragen, die etwas mit Lebenslust zu tun haben. Mein neues Lieblingswort: „Whynotski?“ Im Schauspielhaus brachte Rocko Schamoni diese neue Kreation bei der Lesung seines neuen Romans „Große Freiheit“. Er erklärte, dass sein Protagonist öfter als Gigolo einspringen musste, zeigte das Foto mit den Worten: „Whynotski? sagt sein Gesichtsausdruck...“ On top gab der Autor eine Einführung in die Geheimsprache der Luden. Nicht nur sprachlich ein total kurzweiliger Abend.

Foto: Susanne Faust

02. April 2019

Die Schönheit des vergessenen Essens

Die Artischocke ist nichts für Schnellesser oder den schnellen Hunger. Fast eine Stunde vergeht, bis sie weichgekocht ist, dann dauert es ewig, den fleischigen Teil Blatt für Blatt mit der unteren Zahnreihe abzuziehen. Und deshalb blieb diese Artischocke unbeachtet liegen. Bis diese neonvioletten Blüten auftauchten und sie sich als Deko-Star in den Vordergrund spielte.

Foto: Susanne Faust

26. März 2019

Frühstück mit Tiger

Ein Tiger kennt keinen Schmerz? Stimmt nicht. Er nimmt Verletzungen sehr ernst, sucht sofort die Naturapotheke auf – und wälzt sich in heilendem Asiatischen Wassernabel, deshalb auch Tigergras genannt. Die kresseartigen Blätter stecken voller antiseptischer, wundheilender Wirkstoffe, nebenbei festigen sie auch das Gewebe der Haut. Das interessiert den Tiger weniger, uns dafür umso mehr. Die koreanische Hautpflege-Marke Dr. Jart+ widmete dem Tigergras eine ganze Pflegelinie und die Agentur gossip+ (www.gossipplus.de) stellte die Neuheiten in Hamburg vor – mit Tigern, versteht sich.

Foto: Susanne Faust

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26. März 2019

Besuch von den Gimpels

Das Ehepaar Gimpel knackt am liebsten die Sonnenblumenkerne. Sie leben monogam und vegan, es sei denn, es kommt ihnen eine Mücke in die Quere – oder vielleicht ein schräger Vogel...
Dompfaffe sind übrigens keine großen Sänger. Ein „bit-bit“ muss reichen.
Wir verstehen das und befüllen das Futterhäuschen. Dazu passt übrigens der Song: „I Like Birds“ von den Eels.
https://www.youtube.com/watch?v=JwJr9Rniofc&list=RDJwJr9Rniofc&start_radio=1

Foto: Susanne Faust

Jeden Montag

Von Susanne Faust

Aufreger

Hamburg. Die Sprüche zum Wetter sind mir bekannt: „Regen ist, wenn die Heringe auf Augenhöhe vorbeischwimmen“, „Gegenwind formt den Charakter“ (ich finde als Radfahrerin ja, dass er den Hintern formt), „Solange es nicht regnet, ist das Wetter sehr gut“... Und da sind wir im Thema. Meine Beobachtung sagt: Montag Abend ist es selten sehr gut. Montag abends, wenn ich ca. 16 Kilometer mit dem Rad zum Sport fahre, öffnen sich die Schleusen – und zwar gegen 19 Uhr. Um 19.20 Uhr erreiche ich meist diesen Punkt, an dem man nicht mehr nasser werden kann. Aber:

Foto: unsplash

Übrigens, nach einem Anruf beim Wetteramt weiß ich:
Freitag ist der Tag, an dem es am häufigsten regnet: Seit dem 1. Januar 2000 gemessen, hat es diesem Lieblingstag an 27 Tagen mehr geregnet als an einem Montag. Ok. Verstanden.

12. März 2019

Entdeckungen des Tages

Das Buch „The Jewish-Japanese Sex & Cook Book and How to Raise Wolves“ hat heute für viel Freude im Büro gesorgt. Und unsere Fantasie angeregt, beim Preis von 795,21 Euro. Am besten ist die Rezension: „Das Buch ist zu teuer. Nun habe ich es gekauft, kann mir aber keinen Wolf mehr leisten.“ Auch ordentlich gelacht haben wir über: „Für meinen japanischen Freund und seine jüdische Freundin, die gerade einen Wolf adoptiert haben und ihr Sexleben ankurbeln wollen. Die Kochrezepte treffen leider nicht ganz ihren Geschmack“. Wir haben weitergestöbert und das „Leben mit einem großen Penis“ gefunden. Das empfiehlt ein Mann aus Hamburg, der es nur gekauft hat, um damit in der Öffentlichkeit aus der Masse hervorzustechen. Er will damit in der U-Bahn schon ein Date klar gemacht haben. Und natürlich hat jede von uns Katzenfans im Freundeskreis, die sich sicher freuen über „How to Talk to Your Cat About Gun Safety and Abstinence, Drugs, Satanism and Other Dangers That Threaten Their Nine Lives“.

08. März 2019

Die Schläfer

Sie liegen wie tot in der Box, 30 Stück kosten nur 2,95 Euro und dann erwachen die Osterglocken innerhalb von zwei Tagen zum Leben. Wenn es ganz still ist, ist fast ein Eröffnungs-Plopp zu hören...

27. Februar 2019

Der Yippie-Tag

Die Wetter App ist die dritte Kollegin im Büro. Sie schickt uns regelmäßig vor die Tür. Und wir trauen uns nicht, ihr zu widersprechen. Denn sie meint es gut mit uns: Frische Luft bringt im Job neue Ideen.
Für den 27. Februar zeigte sie mittags 16 Grad, Sonne. Wir waren um 8 Uhr die ersten auf dem Golfplatz in Moorfleet. Unser Pro David Entwistle erwischte uns am ersten Abschlag: „Heute Outdoor-Büro?“

27. Februar 2019

Himmelfahrt

Wer starr geradeaus auf die Anzeige blickt, hat selber Schuld. Die Aufzug-Fahrt ins Restaurant „Clouds“ (https://www.clouds-hamburg.de) in den tanzenden Türmen kann so himmlisch sein. Warum sind wir eigentlich immer alle so verklemmt im Fahrstuhl? Das liegt an der „Crowding-Situation“, in der wir Fremden näher sein müssen, als uns lieb ist. Dahinter stecken subtile Territorial-Ansprüche, die jeder von uns hat. Der Anthropologe Edward T. Hall hat sie schon 1963 entdeckt und die Distanzzonen vermessen. Die öffentliche Zone umfasst einen Abstand von 3,60 Meter, die soziale Zone 1,20 bis 3,60 Meter, die persönliche Zone 60 Zentimeter bis 1 Meter – und in der intimen Zone hält jemand gerade mal 60 Zentimeter Abstand aus. Sie ist dem Schatzi, Freunden und Familie vorbehalten. Im Aufzug, in der vollen U-Bahn oder an der Supermarktkasse empfinden wir das
„Auf-die-Pelle-Rücken“ als Bedrohung, aufdringlich, distanzlos – stülpen uns eine unsichtbare Glocke über den Körper und starren auf die Etagen-Anzeige oder auf den Boden.

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Foto: Susanne Faust

19. Februar 2019

Schwebezustand

Sie waren von Anfang an dabei. Quallen gehören zu den Tieren, die am längsten auf der Erde leben.
Seit etwa 670 Millionen Jahren schweben sie durch die Ozeane. An Land machen sie gerade als
Deko-Objekt die Welle. Besonders schöne Exemplare gibt es im neu gestalteten
25h Hotel Number One (https://www.25hours-hotels.com/hotels/hamburg) vor einer schwarzen Wand.
Übrigens: Alle 2500 Quallenarten bestehen zu 99 Prozent aus Wasser und haben weder Herz noch Hirn.
Na? An wen denken Sie jetzt?

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Foto: Susanne Faust

13. Februar 2019

Von Susanne Faust

Echte Geschenke

Meine engsten Freundinnen und ich schenken uns zum Geburtstag Zeit – mit Erlebnissen. Lauten.
Wir lieben es, auf Konzerte zu gehen. Das macht bei drei Freundinnen à zwei Geburtstagen sechs geschenkte Konzerte pro Jahr. Im Dezember gab es Tickets für Razorlight. Zwei Songs der Briten sind Hymnen für Vanessa (www.vanessamaas.com) und mich, die gern übermütige Küchenpartys einleiten. Wir sind absolut textsicher bei „Before I Fall To Pieces“ und „Who Needs Love“ (liebste Zeile: „who needs the disappointment of a telephone call?“).
Im Grünspan spielte die Band beide Songs hintereinander und wir waren – glücklich.
Und gefühlt in den Tropen. Band und Publikum (mehr Frauen) gaben alles. Sänger Johnny Borrell im
70th-Overall schwitze sein welliges Haar durch und sah nach zehn Minuten aus wie eine abgeleckte Katze, das hellgraue Shirt des Schlagzeugers wurde dunkelgrau. Nach zweieinhalb Stunden zeigte unsere Bewegungs-App: 13 678 Schritte. Der Zustand unterm T-Shirt bleibt ein Geheimnis.
Die kommenden Highlights: Kruder & Dorfmeister, The Kooks, Fun Lovin’ Criminals, Jamiroquai, Cigarettes after Sex, Weezer – und dann kommen im Juli und August die nächsten Geburtstage.

Foto: Susanne Faust

31. Januar 2019

Gucci Westman in town

Die Make-up Künstlerin kreiert die Looks von Jennifer Aniston, Gwyneth Paltrow und Cameron Diaz – und ist selbst ein Star. In Hamburg hat Gucci Westman gestern im Uzwei ihre eigene Produktlinie „Westman Atelier“ vorgestellt, die es ab sofort über niche-beauty.de (https://www.niche-beauty.com/de-de/) gibt.
Ihr persönliches Highlight ist der Highlighter, um dem No-Make-up Look den perfekten Glow zu geben.

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Foto: Susanne Faust

22. Januar 2019

Ein Schiff wird kommen 

Luftlinie sind es 200 Meter von unserem Büro bis zum ONO. Am liebsten würden wir täglich ein Sushi-Schiff in unseren Konferenzraum, der gleichzeitig Esszimmer ist, einlaufen lassen. Heute hat uns Carolin John von Rouge-PR (https://www.rouge-pr.de) aus München eingeladen: Ahoi!

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Foto: Susanne Faust

21. September 2018

Von Carolin Lockstein

Neue Rauchzeichen

Ich habe meine Freunde zum Rauchen noch nie vor die Tür geschickt. Sie tun es freiwillig. Bestehen geradezu darauf, der Nichtraucherin nicht das Wohnzimmer voll zu qualmen. Und weil ich es ungemütlich finde, Gespräche dafür zu unterbrechen, stelle ich mich dazu, in warmen wie in kalten Zeiten. Im Garten, auf dem Balkon, vor dem Restaurant: Ich rauche gern mit, wenn der Rauch mir nichts anhaben kann. Als vor einigen Monaten im Büro das IQOS-Zeitalter begann, war ich sofort Feuer und Flamme. Rauchen ohne Rauchentwicklung – mehr Win-Win geht nicht. Seit neuestem sorgt auch noch myBlu dafür, dass hier noch weniger dicke Luft ist als sonst. Mittlerweile gibt es fast keinen Grund mehr, zwischendurch mal vor die Tür zu gehen. Ganz ehrlich: Ein bisschen vermisse ich sie schon – meine Rauchpausen.

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20. September 2018

Das Taxi zur Hose

Lunch auf Einladung von Hollywood-Hairstylist Philip B. im Tarantella. Heute passt einfach alles. Selbst die Hose zum Schonbezug im Taxi, zeitgleich am Samstag zuvor gekauft, wie sich im Gespräch mit dem Fahrer herausstellt. „Sie hatten auch Kuhmuster“, erzählt er, „aber ich bin eher der Tiger“. Leopard, Tiger!

Foto: Carolin Lockstein

01. September 2018

Von Susanne Faust

Waldeslust

Ab Ende August bade ich im Grün, lange, bevor das japanische Waldbaden „shinrin yoku“ zum Trend wurde. Die Spannung steigt, wenn ich durch die moosduftende Kühle streife, den Blick schweifen lasse, Maronen, Ziegenlippen, Stein- oder Butterpilze entdecke. Nur eindeutige Funde kommen ins Körbchen und danach in die Pfanne. Ein kostenloser, unbezahlbarer Genuss. 

Fotos: Susanne Faust

09. Juni 2018

Heimspiel

Angekündigt werden wir zwar als Hamburger Autorinnen, aber unsere Heimat ist das „Nasse Dreieck“.
Carolin kommt aus Cuxhaven, Susanne aus Bremerhaven.
Wir freuen uns aufs Heimspiel und darauf, Familienmitglieder und alte Freunde zu sehen.

Eigenwerbung

12. April 2018

Flowerpower

Wir lieben es, wenn Uschi Hartlieb von Nobilis (https://www.nobilis-group.com) neue Parfums
vorstellt und dafür karge Räume erblühen lässt.
Die Dekoration ist immer mindestens genau so schön wie die duften Neuheiten.

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Foto: Susanne Faust

11. April 2018

Smells like Teen Spirit

Die Kerzen der Londoner Accessoire-Designerin Anya Hindmarch lösen einen Must-have Reflex aus.
Die von allen Seiten bedruckten Schachteln lassen sich immer wieder neu zusammensetzen und sind mindestens genauso interessant wie der Inhalt. Die Düfte verlangen eine Dosis Humor: Zahnpasta,
Kirsch-Lipgloss aus Teenie-Tagen, Babypuder, Sonnenmilch, Kaffee und Waschpulver - Anya verbindet
damit glückliche Erinnerungen.

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Foto: Carolin Lockstein

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